Eine Kooperation des Jugendrings Wuppertal, der internationalen Jugendarbeit und des JuLa-Langerfeld des Fachbereichs Jugend & Freizeit der Stadt Wuppertal.


Zielgruppe:

10 Wuppertaler Jugendliche

10 nach Wuppertal geflüchtete Jugendliche

zwischen 14 und 17 Jahren in koedukativer Zusammensetzung


Ausgangslage:

Auf Grund verschiedenster existenzbedrohender Umstände flüchten viele Menschen zu uns, um Schutz zu finden. Darunter auch viele Jugendliche und junge Erwachsene.

Die zum Teil aufgeregt geführte Debatte in der bundesdeutschen Öffentlichkeit um die Integration der Schutzsuchenden erscheint oftmals angstmotiviert und nicht im Sinne der Asylgesetzgebung. Die soziokulturelle Diversität wird dabei augenscheinlich von vielen als problematisch wahrgenommen.

Deshalb möchte Culture in progress  herausfinden, in wie weit der tatsächliche alltägliche Umgang miteinander auf kulturelle Barrieren stößt. Die jungen Teilnehmer/innen erleben im Rahmen der sechstägigen Freizeit gemeinsame spezielle als auch alltägliche Beschäftigungen (Selbstversorgung), die von ihnen auf ihre kulturellen Besonderheiten hin reflektiert und besprochen werden sollen. Hierzu verbringt die Gruppe diese Tage im August bewusst in einer ländlichen Umgebung, um urbane Einflüsse aus den Prozessen weitestgehend auszuschließen und mehr Raum für Begegnung zu schaffen. Der kulturelle Selbstversuch wird durch einen hohen partizipativen und offenen Charakter der Freizeit- und Alltagsgestaltung Demokratie, Individualität und Diversität erfahrbar machen. Medial werden die Statements als Videostream im Internet zur Verfügung stehen, um die Erfahrungen aller Teilnehmer/innen Interessierten anzubieten.

Culture in progress möchte Angst durch Neugier ersetzen und Wege finden, wo andere über Obergrenzen diskutieren.

Hierbei begreifen wir kulturelle Identität als geistige Standortbestimmung und möchten erlebbar machen, wie sich unterschiedliche Kulturen annähern und tolerieren.

Diesen Weg wollen wir proaktiv und exemplarisch auf der Freizeit beginnen!